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Einleitung:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenkomplex der Erlebnis- und Konsumwelten. Das Angebot an Ferienparks, Freizeitparks, Urban-Entertainment-Centern und ähnlichen Einrichtungen hat sich in den vergangenen Jahren ausgeweitet. Kennzeichnend ist die Verknüpfung von Erlebnis- und Konsumkomponenten in virtuellen und nicht-virtuellen Ausprägungen. Die zentrale Fragestellung lautet, ob Erlebnis- und Konsumwelten ein Fluch oder ein Segen für Anbieter und Konsumenten sind. Die Basis zur Annäherung an die Fragestellung bildet im ersten Kapitel die Auseinandersetzung mit dem Freizeitbegriff in historischer und definitorischer Form. Seit Mitte der 1950er Jahre hat es diverse Zeitzäsuren gegeben, mit denen Veränderungen der gesellschaftlichen Arbeits- und Wertstrukturen einhergingen. Der Einzug des Fernsehens in private Haushalte und die Fortentwicklung multimedialer Möglichkeiten bilden die Basis des Aufstiegs vielfältiger Erlebnis- und Konsumangebote. Dieses wird im zweiten Kapitel dargelegt. Viele Anbieter in diesem Feld zeichnen sich durch ein hohes Maß an standardisierten Strukturen aus.
Die Theorie der „McDonaldisierung der Gesellschaft“ (RITZER, 1995) analysiert diese Ausgestaltungen kritisch. Im dritten Kapitel werden die Prinzipien des Mc Donald´s Systems hinsichtlich ihrer Funktions- und Wirkungsweisen untersucht. Zusammengenommen bilden der Freizeitbegriff und die Theorie der McDonaldisierung das theoretische, makrosoziologische Grundgerüst der Arbeit. In einem zweiten Schritt werden diverse Einrichtungen aus dem Feld der Erlebnis- und Konsumwelten strukturell aus mikrosoziologischer Perspektive analysiert. Im vierten Kapitel wird der Blick auf virtuelle Angebote gerichtet. Standardisierung begegnet uns in der modernen Welt in mehrdimensionaler Art und Weise. Einerseits findet sie Anwendung als Mittel der Unternehmensorganisation, andererseits bietet sie Orientierungsmöglichkeiten für den Konsumenten. Dieses Phänomen wird im fünften Kapitel am Beispiel von Klassifizierungen im Hotel- und Beherbergungsgewerbe diskutiert. In diesem Zusammenhang wird ein besonderes Augenmerk auf die vielfältigen Wirkungsweisen der Angebote gelegt. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit der Beantwortung der Kernfrage.
Natur-, Kultur-, Freizeit- und Konsumerlebnisse überlagern sich zunehmend. Der Begriff der Erlebniswelt dient als Oberbegriff für eine Vielzahl klassischer und neuartiger Einrichtungen. In diesem Zusammenhang wird auch von den „Kathedralen des 21. Jahrhunderts“ gesprochen. Diese sind Gegenstand der Diskussion des 6. Kapitels. Ein Überblick der subsumierten Angebote wird im 7. Kapitel erfolgen. Darüber hinaus werden die an Erlebnis- und Konsumeinrichtungen beteiligten Akteure vorgestellt und Umgangsoptionen mit möglichen Konfliktpotentialen diskutiert. Die Begrifflichkeiten von Einrichtungen im Themenkomplex der Konsumwelten sind vielfältig. Dies macht spezifische Definitionen und Abgrenzungen notwendig. So werden beispielsweise die Begriffe Mixed-Use-Center und Urban-Entertainment-Center definiert, ihre Spezifika herausgearbeitet und voneinander abgegrenzt. Die Struktur von Freizeitparks, ihre innere Ausgestaltung, die Erweiterung des Angebots und die Wirkung auf den Besucher bilden einen weiteren Themenkomplex. Während Freizeitparks ursprünglich als Tagesausflugsziele konzipiert waren, geht der Trend zu mehrtägigen Aufenthalten. Investitionen in parkeigene, meist thematisierte, Hotelbetriebe wurden notwendig. Es wird der Frage nachgegangen, worin der Reiz eines Themenparkbesuchs liegt und wieso viele Besucher mehrfach auf die Gelände zurückkehren. Nach der strukturellen Analyse des größten deutschen Einkaufszentrums, des CentrO in Oberhausen, wird im 8. Kapitel die Kritik an Konsum- und Erlebniswelten aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wird resümierend der Frage nachgegangen, ob Erlebnis- und Konsumwelten einen Fluch oder Segen für Anbieter und Konsumenten darstellen.
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