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"George-Town-News"

Chancen der aktiven Medienarbeit in der Jugendarbeit am Beispiel eines Zeitungsprojekts mit Jungen

Autor/in Beate Steinmann
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe Juli 1998
Seiten 147 Seiten, 6,5 MB
Hochschule / Bildungseinrichtung Universität Hamburg Deutschland
Note

Inhaltsangabe

Einleitung:

Im Sommer 1998 habe ich dem Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg eine Diplomarbeit vorgelegt, die sich im Kern mit Selbstbildern Jugendlicher beschäftigt. Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsprojekt, das sich einerseits als pädagogisches Projekt, andererseits als empirische Grundlagenforschung im medienpädagogischen Bereich versteht.

Im ersten Schritt habe ich im Stadtteil St. Georg in Hamburg mit Hilfe der Medienarbeit des Jugendamtes Hamburg-Mitte und des CVJM ein Zeitungsprojekt für Jugendliche ins Leben gerufen. Es entstanden im Laufe eines Jahres fünf Ausgaben, die im Stadtteil St. Georg große Verbreitung und positive Resonanz fanden.

Im weiteren Verlauf meiner Studie habe ich mich auf einige Texte der ersten Ausgabe gestützt. Ich habe diese unter Anwendung der qualitativ-heuristischen Methode nach Kleining und der theoriegeleiteten Hermeneutik analysiert und interpretiert unter der Leitfrage: Welche Selbstbilder kommen in diesen Texten zum Ausdruck?

Als methodische Ergänzung habe ich episodisch-narrative Interviews mit den Jugendlichen geführt. Ich habe diese dann unter der gleichen Fragestellung interpretiert. Dabei habe ich mich auf einige theoretische Ansätze zur Erklärung des Phänomens Jugend bezogen; die Enttraditionalisierung, Erik Eriksons Stadienmodell und die Sozialökologie von Baacke. Da die Zeitungsgruppe aus Jungen bestand, habe ich die geschlechtsspezifische Perspektive miteinbezogen. Dabei beziehe ich mich auf die ethnologischen Studien Gilmores und auf den psychoanalytischen Ansatz von Peter Blos.

Es hat sich gezeigt, daß die Jugendlichen ihre facettenreichen Selbstbilder und Konflikte in den Zeitungstexten zum Ausdruck bringen und bearbeiten. Die besondere Chance für die beteiligten Pädagogen sehe ich darin, daß sie durch einen aufmerksamen und sensiblen Umgang mit den Produkten aktiver Medienarbeit einen Zugang zu den Problemlagen und Bedürfnissen, aber auch zu den Stärken Jugendlicher bekommen können. Die medialen Produkte bieten zudem die Grundlage für Gespräche über die dargestellten Themen.

Inhaltsverzeichnis:

0. Einleitung 5
Theoretischer Teil
1. Jugend 7
1.1 Jugend, Pubertät und Adoleszenz 8
1.2 Erster Ansatz: Die Enttraditionalisierung 9
1.3 Zweiter Ansatz: Eriksons Stadienmodell 11
1.4 Dritter Ansatz: Die Sozialökologie 13
2. Männliche Sozialisation 16
2.1 Sozialisation 16
2.2 Männlichkeitsbilder 17
2.2.1 Männlichkeitsbilder im kulturellen Vergleich nach Gilmore 17
2.2.2 Männlichkeitsbilder in unserer Gesellschaft 19
2.3 Gesundheit und Sozialverhalten 20
2.4 Männliche Adoleszenz aus psychoanalytischer Perspektive 21
Exkurs: Bewußte Jungenarbeit 22
3. Medienpädagogik 24
3.1 Medienpädagogik zwischen Medienalltag und Medienhandeln 24
3.2 Medienpädagogische Positionen 25
3.2.1 Die kulturkritisch-geisteswissenschaftliche Position 25
3.2.2 Die technologisch-funktionale Position 25
3.2.3 Die ideologiekritische Position 26
3.2.4 Die gesellschaftskritische Position 27
3.2.5 Die handlungsorientierte Position 27
3.2.6 Zusammenfassung und Bewertung der dargestellten Positionen 28
4. Aktive Medienarbeit 30
4.1 Zur Geschichte der aktiven Medienarbeit 30
4.2 Ziele der aktiven Medienarbeit 31
4.3 Das Medium "Zeitung" in der aktiven Medienarbeit mit Jugendlichen 33
Empirischer Teil
5. Methoden 35
5.1 Fragestellung und forschungsleitende Annahmen 35
5.1.1 Fragestellung 35
5.1.2 Forschungsleitende Annahmen 36
5.2 Qualitative Sozialforschung 36
5.3 Die Methoden der Datenerhebung 37
5.3.1 Zeitungstexte 37
5.3.2 Teilnehmende Beobachtung 37
5.3.3 Qualitative Interviews 38
5.4 Die Methoden der Auswertung 38
5.4.1 Die Auswertungsmethoden der Zeitungstexte 39
5.4.1.1 Qualitativ-heuristische Analyse 39
5.4.1.2 Interpretation 41
5.4.2 Die Auswertungsmethoden der Interviews 42
5.4.2.1 Verdichtungsprotokolle 42
5.4.2.2 Kategorienbildung 42
5.4.2.3 Interpretation 42
5.5 Methodische Einordnung der Studie 43
6. Das Projekt 44
6.1 Der Stadtteil St. Georg 45
6.2 Das Zeitungsprojekt 45
6.3 Die Durchführung der teilnehmenden Beobachtung 48
6.4 Die Durchführung der qualitativen Interviews 48
7. Auswertung 50
7.1 Tim 50
7.1.1 Heuristische Analyse der Zeitungstexte 51
7.1.2 Interpretation der Zeitungstexte 54
7.1.3 Analyse und Interpretation des Interviews 58
7.1.3.1 Paraphrasierung des Interviews 58
7.1.3.2 Interpretation des Interviews 60
7.1.4 Vergleich der Ergebnisse 62
7.2 Mesut 63
7.2.1 Heuristische Analyse des Zeitungstextes 63
7.2.2 Interpretation des Zeitungstextes 63
7.2.3 Analyse und Interpretation des Interviews 66
7.2.3.1 Paraphrasierung des Interviews 66
7.2.3.2 Interpretation des Interviews 69
7.2.4 Vergleich der Ergebnisse 72
7.3 Ali 73
7.3.1 Heuristische Analyse der Zeitungstexte 73
7.3.2 Interpretation der Zeitungstexte 73
7.3.3 Analyse und Interpretation des Interviews 76
7.3.3.1 Paraphrasierung des Interviews 77
7.3.3.2 Interpretation des Interviews 79
7.3.4 Vergleich der Ergebnisse 82
8. Schlußbetrachtung 82
8.1 Schwierigkeiten im Forschungsprozeß 83
8.2 Ergebnisse 86
8.3 Fazit 87
8.4 Pädagogischer Bezug 88
Literaturverzeichnis 90
Anhang 96
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