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Einleitung:
Im Oktober 2007 führte das Institut IMAS im Auftrag der Erste Bank eine Umfrage zum Sparverhalten der Österreicher durch. Ergebnis dieser Umfrage war unter anderem, dass 83% der österreichischen Haushalte ein Sparbuch besitzen. Somit ist es das beliebteste Anlageprodukt der Österreicher. Im Gegensatz dazu investieren nur 13% der Österreicher in Fonds und 18% der Österreicher in Aktien, wobei 24% der Männer und nur 12% der Frauen angegeben haben Aktien zu halten. Dieses Investitionsverhalten herrscht vor, obwohl Fonds mehr Ertrag bringen können als Sparbücher.
Wenn Personen niemals Aktien kaufen, könnte dies ein Hinweis auf deren vorherrschende Risikoaversion sein.
In der aktuellen Situation der sich seit dem Sommer des Jahres 2007 weltweit ausbreitenden Finanzkrise werden jedoch sogar von routinierten Aktionären panikartig Anteile verschiedenster Mengen verkauft.
Dabei drängt sich die Frage auf, ob derartig enttäuschende Ereignisse Auswirkungen auf Entscheidungen von Individuen haben. Nämlich insofern, dass Personen beim Treffen einer Entscheidung miteinbeziehen, dass Sie eventuell das Gefühl des Bedauerns nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses Ihrer Entscheidung verspüren könnten und sie dieses vermeiden möchten.
Mit eben dieser Fragestellung haben sich Loomes und Sugden bereits im Jahre 1982 beschäftigt und dadurch ihre alternative Entscheidungstheorie, die Regret Theory, aufgestellt, welche im Zuge dieser Arbeit behandelt wird.
Der Terminus Regret wird dabei folgendermaßen definiert. „Regret is a more or less painful cognitive and emotional state of feeling sorry for misfortunes, limitations, losses, transgressions, shortcomings or mistakes”.
Mit Hilfe dieser Definition wird das Untersuchungsziel der vorliegenden Arbeit beschrieben.
Gang der Untersuchung:
Aufbauend auf der bereits erwähnten Regret Theory von Loomes und Sugden soll untersucht werden, ob die Miteinbeziehung eines möglichen ex-post-Bedauerns Auswirkungen auf ökonomische Entscheidungen hat. Zu dieser Thematik werden Hypothesen aufgestellt, welche durch eine quantitative Umfrage in Österreich verifiziert werden sollen.
Die Forschungsfrage, welche mit all diesen Hypothesen in Beziehung gesetzt wird, lautet:
Welche demographischen Faktoren haben Auswirkungen auf Entscheidungen, die Regret hervorrufen können?
Zur Einführung in diesen Themenbereich werden im folgenden Kapitel theoretische Grundlagen zu ökonomischen Entscheidungen skizziert.
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