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Einleitung:
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem umfassenden Feld der Kooperation zwischen Organisationen. In ihr wird der Untersuchungsgegenstand sowohl aus der soziologischen, als auch der wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive betrachtet.
Das Leitmotiv der Studie liegt in der Annahme, dass organisationsübergreifende Kooperation mittlerweile den Status einer zentralen Ressource erlangt hat. Diese Kernthese wird durch die Verdeutlichung realer Entwicklungstendenzen belegt.
Da der Anspruch, diese gesamtgesellschaftlich relevanten Veränderungsprozesse - namentlich eine zunehmende Ausbildung interorganisatorischer Netzwerke - in ihrer ausgeprägten Komplexität darzustellen, den Rahmen einer Diplomarbeit sprengt, konzentrieren sich die Ausführungen auf interorganisatorische Vernetzungsprozesse im Bereich der Ökonomie. Insbesondere in dem Kapitel über regionale Netzwerke rücken darüber hinaus Wechselwirkungen zwischen Unternehmungen, politisch-administrativen und wissenschaftlichen Akteuren in den Mittelpunkt der Diskussion.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in acht Hauptkapitel. Die einzelnen Abschnitte stellen unterschiedliche Aspekte interorganisatorischer Netzwerke dar.
Zunächst wird mit der Diskussion der in der Wirtschaftswissenschaft verbreiteten Transaktionskostentheorie (Kapitel 2) und der genuin soziologisch orientierten Systemtheorie (Kapitel 3) ein theoretischer Bezugsrahmen formuliert. Aufbauend auf den theoriegeleiteten Grundstein wird der Versuch unternommen, eine allgemein gültige Definition von interorganisatorischen Netzwerken zu entwickeln und typische Merkmale zu identifizieren (Kapitel 4). Des Weiteren wird auf den Tatbestand hingewiesen, dass interorganisatorische Netzwerke kein einheitliches Phänomen darstellen.
Die Kapitel fünf bis sieben beziehen sich auf in der Wirtschaftspraxis konkret nachweisbare Erscheinungsformen des Untersuchungsgegenstandes. Die Überlegungen zu vertikalen (Kapitel 5), horizontalen (Kapitel 6) und regionalen (Kapitel 7) Netzwerken verfolgen das Ziel, sowohl die Vorteile, als auch die problematischen Aspekte interorganisatorischer Vernetzungsprozesse zu verdeutlichen.
Das Schlusskapitel skizziert einerseits grundlegende Ergebnisse der Studie, andererseits versucht es zukünftige Entwicklungstendenzen zu antizipieren. Darüber hinausgehend werden bislang unbeantwortet gebliebene Fragen der Netzwerkdebatte formuliert.
Inhaltsverzeichnis:
|
| 1. |
Einleitung |
3 |
| 1.1 |
Problemstellung, Zielsetzung und Ausgangsthesen der Arbeit |
3 |
| 1.2 |
Aufbau der Arbeit |
4 |
| 2. |
Transaktionskostentheorie |
6 |
| 2.1 |
Entstehungsgeschichte |
6 |
| 2.2 |
Erkenntnisinteresse |
7 |
| 2.3 |
Grundkonzepte |
7 |
| 2.4 |
Analyse alternativer Institutionen (Markt - Kooperation - Unternehmung) |
10 |
| 2.4.1 |
Die klassische Vertragsbeziehung als Basis des Marktes |
11 |
| 2.4.2 |
Die relationale Vertragsbeziehung als Basis der Organisation |
12 |
| 2.4.3 |
Die neoklassische Vertragsbeziehung als Basis interorganisatorischer Netzwerke |
14 |
| 2.5 |
Sind interorganisatorische Netzwerke Hybridformen? |
15 |
| 2.6 |
Resümee |
17 |
| 3. |
Netzwerke aus systemtheoretischer Sicht |
21 |
| 3.1 |
Ökonomische Institutionen als autopoietische Sozialsysteme |
22 |
| 3.2 |
Wie entstehen Netzwerke? - Das Emergenzphänomen |
23 |
| 3.3 |
Netzwerke als Akteure eigener Art |
24 |
| 3.4 |
Selbstorganisation als Steuerungsform |
26 |
| 3.5 |
Resümee |
28 |
| 4. |
Netzwerke - Kein einheitliches Phänomen |
31 |
| 4.1 |
Versuch einer Definition |
31 |
| 4.2 |
Indikatoren zur Beschreibung von Kooperationsformen |
33 |
| 4.2.1 |
Vertrauen als Merkmal von Kooperation |
35 |
| 4.3 |
Wandel von Umweltbedingungen |
36 |
| 4.3.1 |
Branchenübergreifende Faktoren |
37 |
| 4.3.2 |
Branchenspezifische Faktoren |
38 |
| 4.4 |
Kooperation als Strategie |
40 |
| 4.5 |
Resümee |
42 |
| 5. |
Vertikal strukturierte Netzwerke |
44 |
| 5.1 |
Charakteristika vertikaler Netzwerke |
44 |
| 5.1.1 |
Kommunikation und Koordination |
46 |
| 5.2 |
Strategien vertikaler Netzwerke |
47 |
| 5.3 |
Entwicklungen in verschiedenen Kulturkreisen |
50 |
| 5.4 |
Auswirkungen auf das System der industriellen Beziehungen |
53 |
| 5.5 |
Franchisesysteme als vertikal strukturierte Netzwerke |
55 |
| 6. |
Horizontale Netzwerke |
58 |
| 6.1 |
Begriff der strategischen Allianz |
58 |
| 6.2 |
Charakteristika strategischer Allianzen |
58 |
| 6.2.1 |
Ziele strategischer Allianzen |
60 |
| 6.3 |
Erscheinungsformen der strategischen Allianz |
61 |
| 6.4 |
Einflussfaktoren auf die Institutionalisierung strategischer Allianzen |
63 |
| 6.4.1 |
Rechtliche, politische und kulturelle Einflussfaktoren |
64 |
| 6.5 |
Sonderfall Joint Venture |
65 |
| 7. |
Regionale Netzwerke |
67 |
| 7.1 |
Das Fallbeispiel Emilia-Romagna |
68 |
| 7.1.1 |
Strukturelle Schwächen |
70 |
| 7.2 |
Das Fallbeispiel Baden-Württemberg |
72 |
| 7.3 |
Das Fallbeispiel Ruhrgebiet |
74 |
| 7.4 |
Resümee |
75 |
| 8. |
Resümee und Ausblick |
79 |
|
Literaturverzeichnis |
83 |