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Wissensmanagement in turbulenten Umfeldern

Autor/in Philipp Minet
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe Mai 2005
Seiten 96 Seiten, 611,7 KB
Hochschule / Bildungseinrichtung Universität Stuttgart Deutschland
Note

Inhaltsangabe

Einleitung:

Die Dynamik der Aufgabenumwelt von Unternehmen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Strategien, Strukturen und Verhaltensweisen, die noch vor wenigen Jahren als bewährte Erfolgsrezepte galten, verlieren dabei zunehmend ihre Gültigkeit. Auf die Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung und des immer schneller werdenden technologischen Fortschritts sind neue Antworten nötig.

In den letzten Jahren hat sich dazu die Ansicht durchgesetzt, dass vor allem ein neues Verständnis über das Wissen eines Unternehmens und die Steuerung und Gestaltung des Wissen durch das Unternehmen diese dringend benötigten Antworten liefern könnte. Beispiele für die hohe Bedeutung von Wissen für die Herstellung von Gütern und Dienstleistungen sind zahlreich publiziert worden.

So zeigen De Fillippi und Arthur in ihrem Aufsatz „Paradox in Project-based Enterprise: The Case of Film Making“, dass das Geschäftsmodell projektbasierender Filmproduktion ohne die Erschließung des impliziten Wissens aller Mitarbeiter nicht funktionsfähig ist und dass das traditionelle Verständnis über das Verhältnis zwischen Umwelt und Unternehmen, im Besonderen auch zwischen Unternehmen und Mitarbeitern, in dieser Branche schon überhaupt nicht mehr anwendbar ist.

Dass ein neuer Umgang mit Wissen nicht nur die Abläufe von Unternehmen, sondern auch die ganzer Staaten direkt beeinflusst, ist anschaulich am Wahlkampf der britischen Parteien für die Parlamentswahl im April 2005 zu sehen. Dort hat die Verwendung neukonzipierter Wahlsoftware die Möglichkeit eröffnet, aus der Menge an verfügbaren Informationen und Daten einzelner Bürger einen nie dagewesenen Grad an Wissen über vorher unerkannte Wählerschichten sowie deren politischen Anliegen zu ermitteln.

Gang der Untersuchung:

Ziel der vorliegenden Arbeit ist zu zeigen, was sich hinter dem Begriff Wissensmanagement verbirgt und welche Möglichkeiten und Besonderheiten sich für das Wissensmanagement ergeben, wenn eine turbulente Umwelt gegeben ist.

Zunächst ist dazu notwendig die Grundlagen des Wissensmanagements zu betrachten. Daher werden im 2. Abschnitt für das Wissensmanagement grundlegende Begriffe, Aspekte sowie einflussreiche Ansätze und Modelle erläutert und diskutiert.

Der 3. Abschnitt untersucht die Arten und Formen des Wandels und stellt dar, welche grundsätzlichen Optionen einem Unternehmen, das in einer von radikalem, offenem und permanentem Wandel geprägter Umwelt agiert, offen stehen. Des weiteren erfolgt in Anlehnung an Gagsch eine detaillierte Darstellung von Erfolgsfaktoren zur Bewältigung des Wandels.

Im 4. Abschnitt erfolgt dann die Vorstellung eines Modells des Wissensmanagements, in Anlehnung an das von Amelingmeyer entworfene Modell. Es werden Aufbau und Dynamik der Wissensbasis analysiert. Des weiteren wird aufgezeigt, welche Aufgaben in der Gestaltung der Wissensbasis sowie Aufgaben in der Planung und Steuerung von Wissensprozessen bestehen. In der Analyse wird Wissensmanagement unter zwei grundsätzlichen Bedingungen betrachtet, der einer relativ stabilen Unternehmensumwelt und der einer von radikalem, offenem und permanentem Wandel geprägten Umwelt. Ziel ist es die Unterschiede herauszuarbeiten. Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten Ergebnisse im 5. Abschnitt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Grundlagen und Begriffe des Wissensmanagements 3
2.1 Wettbewerbsvorteile durch Wissen 3
2.2 Wissensbegriff 6
2.3 Die Wissensbasis 11
2.4 Wissensmanagement 13
2.4.1 Grundsätzliche Sichtweise 14
2.4.2 Rahmen der Intervention 14
2.4.3 Komplexität und Systemansatz 15
2.4.4 Zielsetzung, Aufgaben und Prozesse 17
2.4.5 Ebenen des Wissensmanagements 17
2.5 Wissensmanagement-Modelle und Ansätze 18
2.5.1 Collective Mind 18
2.5.2 Wissensstrukturen 19
2.5.3 Die Spirale des Wissens 20
2.5.4 Intangible Resources – Immaterielle Vermögenswerte 22
2.5.5 Bausteine des Wissens 23
3. Wandel 26
3.1 Unternehmensumwelt 26
3.2 Der Einfluss der Umwelt auf das Unternehmen 28
3.3 Die Entstehung von Wandel 28
3.4 Die Wahrnehmung des Wandels 30
3.5 Die Formen des Wandels 31
3.6 Wandlungsfähigkeit als Antwort auf turbulente Umwelten 34
3.6.1 Strategische Faktoren zur Erlangung von Wandlungsfähigkeit 36
3.6.2 Strukturelle Faktoren zur Erlangung von Wandlungsfähigkeit 38
3.6.3 Ressourcale Faktoren zur Erlangung von Wandlungsfähigkeit 40
3.6.4 Mitarbeiterbedingte Faktoren zur Erlangung von Wandlungsfähigkeit 42
4. Das Wissensmanagement Modell der Arbeit 44
4.1 Elemente des Wissensmanagements im Modell 44
4.2 Wandel und Wandlungsfähigkeit im Modell 45
4.3 Die Wissensbasis des Modells 46
4.3.1 Die Struktur der Wissensbasis 46
4.3.1.1 Wissen 46
4.3.1.2 Wissensträger 47
4.3.1.3 Wissensverfügbarkeit 49
4.3.2 Die Dynamik der Wissensbasis 51
4.3.2.1 Exogene Dynamik 52
4.3.2.2 Veränderung der Verfügbarkeit von Wissen 53
4.3.2.3 Veränderung der Wissensinhalte 54
4.3.3 Die Wissensbasis im Einfluss von Wandel und Wandlungsfähigkeit 55
4.2 Aufgabenbereiche zur Gestaltung der Wissensbasis 56
4.2.1 Erweiterung der Wissensbasis 57
4.2.1.2 Neue Wissensträger 57
4.2.1.3 Neuentwicklung von Wissen 59
4.2.2 Zielorientierte Nutzung der Wissensbasis 60
4.2.2.1 Standortwahl 61
4.2.2.2 Rechtliche Aspekte 61
4.2.2.3 Situative Faktoren 62
4.2.2.4 Wissenstransparenz 63
4.2.3 Die Sicherung des Wissens der Wissensbasis 64
4.2.3.1 Bewahrung relevanten Wissens 64
4.2.3.2 Sicherung gegen unerwünschte Nutzung 65
4.2.3.3 Entfernung irrelevanten Wissens 66
4.2.4 Gestaltungsaufgaben des Wissensmanagements in turbulenten Umfeldern 67
4.3 Planungs- und steuerungsorientierte Prozesse 69
4.3.1 Wissensziele 69
4.3.2 Analyse der Wissenssituation 71
4.2.4 Auswahl und Koordination gestaltungsorientierter Maßnahmen 73
4.3.3 Kontrolle des Wissensmanagements 73
4.3.4 Prozesse des Wissensmanagements in turbulenten Umfeldern 74
5. Schlussbetrachtung 76
Literaturverzeichnis VI
Erklärung XXI
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