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Anwendung psychodynamischer Ansätze zur Untersuchung von Gewaltbereitschaft am Subjekt des „flexiblen Menschen“ nach Sennett

Autor/in Peter Fischer, Alexandra Kvassayova
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe Dezember 2005
Seiten 189 Seiten, 894,5 KB
Hochschule / Bildungseinrichtung Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
Note

Inhaltsangabe

Zusammenfassung:

Gegenstand dieser Arbeit ist die Untersuchung der Gewaltbereitschaft von Individuen in einem wirtschaftlichen System mit dem zugrundegelegten Bezugsrahmen in Form der Arbeit von Richard Sennett in seinem Buch Der flexible Mensch. Die epistemologische Abgrenzung erfolgt mittels der Psychodynamik. Daraus ergibt sich die Forschungsfrage:

Führt der flexible Kapitalismus (nach Sennett), der durch seine Anforderungen an die Arbeitnehmerschaft das Menschenbild des flexiblen Menschen (nach Sennet) hervorbrachte, aus psychodynamischer Sicht zu einem Anstieg der Gewaltbereitschaft?

Zur Auswahl von Richard Sennetts Buch als Bezugsrahmen für diese Arbeit ist zu sagen, dass sich diese darauf begründet, dass Sennett nicht nur dem herrschenden System einen Namen gibt, sondern aus diesem auch das zeitgenössisch geforderte Menschenbild ableitet.

Die Auswahl von Sennett legitimiert sich weiter dadurch, dass er als Pionier der Systemkritiker der gegenwärtigen Epoche fungiert. Der Aufarbeitung seines Buches ist daher ein Kapitel gewidmet, in dem auch die Geschichte des Kapitalismus in groben Zügen dargestellt wird.

In Kapitel drei erfolgt die Aufarbeitung des Themas Gewalt, anhand eines Versuches der Begriffserklärung und dem Darstellen der Möglichkeiten, den Begriff Gewalt auf seine Ursachen und Ausprägungen hin zu untersuchen. Hierbei präsentierte Informationen werden dem Buch Internationales Handbuch der Gewaltforschung von Wilhelm Heitmeyer und John Hagan entnommen, da dieses als Standardwerk die systematischste und umfassendste Aufarbeitung des Materials zur Gewaltforschung im deutschsprachigen Raum liefert.

Der psychodynamische Ansatz wird in Kapitel vier selektiv aufgearbeitet, indem die Lehre der Psychoanalyse von Sigmund Freud und die Lehre der Individualpsychologie von Alfred Adler genauerer Betrachtung unterzogen wird. Die Beschränkung auf diese beiden Vertreter der psychodynamischen Erklärungsmodelle, erfolgte aufgrund der Annahme eines Wertzuwachses anhand einer Gegenüberstellung, wobei der Fokus bei der Auswahl von Literatur, vor allem auf der Relevanz für das Untersuchungsobjekt liegt.

Das Kapitel fünf ist der Beantwortung der Forschungsfrage gewidmet, wobei eine Gliederung der verfügbaren Untersuchungsresultate nach Freud bzw. Adler erfolgt.

Abschließend folgt ein Exkurs, der einen Artikel von Götz Eisenberg (Anm. Gefängnispsychologe) aufarbeitet. In diesem Artikel versucht Eisenberg, das Auftreten von Amokläufen, anhand der Erkenntnisse von Sennett, psychoanalytisch zu begründen.

Mit dem Fazit im sechsten Kapitel werden die gewonnenen Erkenntnisse analysiert und einer abschließenden Stellungnahme unterzogen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 6
2. DER FLEXIBLE MENSCH 8
2.1 RICHARD SENNETT: BIOGRAPHIE 8
2.2 KAPITALISMUS 10
2.2.1 DEFINITION KAPITALISMUS 10
2.2.2 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DES KAPITALISMUS 11
2.3 DIE KULTUR DES FLEXIBLEN KAPITALISMUS 17
2.3.1 FLEXIBLER KAPITALISMUS NACH SENNETT 18
2.3.2 DER FLEXIBLE MENSCH NACH SENNETT 21
2.3.3 ZUSAMMENFASSUNG 27
3. GEWALT 31
3.1 DIE PROBLEME UM DEN BEGRIFF ‚GEWALT' 31
3.2 GEWALT ALS BEGRIFF 33
3.3 ANSÄTZE ZUR SYSTEMATISIERUNG DER ERSCHEINUNGSFORMEN VON GEWALT 36
4. PSYCHOANALYSE UND INDIVIDUALPSYCHOLOGIE 47
4.1 DIE ENTWICKLUNG DER MODERNEN PSYCHOLOGIE: HISTORISCHE GRUNDLAGEN 47
4.2 AKTUELLE PERSPEKTIVEN DER ZEITGENÖSSISCHEN PSYCHOLOGIE 49
4.3 DIE LEHRE SIGMUND FREUDS 53
4.3.1 BIOGRAPHIE 53
4.3.2 DIE ANFÄNGE FREUDS - SEINE THEORIEN, IHRE ENTSTEHUNG UND IHRE ENTWICKLUNGEN (EIN ABRISS) 58
4.3.3 FREUDS WERKE (EINE SELEKTION NACH DER RELEVANZ FÜR DIE UNTERSUCHUNG VON GEWALTBEREITSCHAFT) 62
4.3.3.1 Totem und Tabu (1912 - 1913) 62
4.3.3.2 Zeitgemäßes über Krieg und Tod (1915) 64
4.3.3.3 Jenseits des Lustprinzips (1920) 69
4.3.3.4 Massenpsychologie und Ich-Analyse (1921) 71
4.3.3.5 Das Ich und das Es (1923) 73
4.3.3.6 Das Unbehagen in der Kultur (1930) 77
4.3.3.7 Warum Krieg (1932) 84
4.4 DIE LEHRE ALFRED ADLERS 86
4.4.1 BIOGRAPHIE 86
4.4.2 DIE ANFÄNGE ADLERS - SEINE THEORIEN, IHRE ENTSTEHUNG UND IHRE ENTWICKLUNGEN (EIN ABRISS) 91
4.4.3 ADLERS WERKE (EINE SELEKTION NACH DER RELEVANZ FÜR DIE UNTERSUCHUNG VON GEWALTBEREITSCHAFT) 102
4.4.3.1 Über den nervösen Charakter (1912) 102
4.4.3.2 Heilen und Bilden (1913) 108
4.4.3.3 Praxis und Theorie der Individualpsychologie (1920) 116
4.4.3.4 Menschenkenntnis (1927) 119
4.4.3.5 Wozu leben wir? (1931) 138
4.4.3.6 Der Sinn des Lebens (1933) 147
4.5 GEGENÜBERSTELLUNG FREUD UND ADLER 155
4.5.1 MENSCHENBILD FREUD: ANIMALISCH, PESSIMISTISCH 155
4.5.2 MENSCHENBILD ADLER: GESELLSCHAFTLICH, OPTIMISTISCH 156
5. DIE UNTERSUCHUNG DER GEWALTBEREITSCHAFT 158
5.1 DIE BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE NACH FREUD 158
5.2 DIE BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE NACH ADLER 163
EXKURS 171
ZUR PERSON GÖTZ EISENBERG 171
DIE INNENSEITE DER GLOBALISIERUNG 171
6. FAZIT 179
LITERATURVERZEICHNIS 181
INTERNETQUELLEN 185
ANDERE QUELLEN 187
WEITERFÜHRENDE LITERATUR 188
DANKSAGUNGSQUELLEN 190
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